11.10.2020 Worpswede

Rike schreibt:

Von Jork nach Worpswede sind es nur 1,5 Stunden. Die Landschaft, durch die wir fahren, gefällt uns ausgesprochen gut. Hier waren wir in der Tat noch nicht.

Der Platz www.camping-worpswede.de am Hafen des Flüßchens Hamme ist klein, aber fein. Der Platzwart Jan ist freundlich und hat wegen Corona ein Openoffice, also Büro an frischer Luft. Obwohl man sich hier an die Regeln hält und alles gut organisiert ist, ist es ihm völlig egal, wo wir herkommen … soviel zum Beherbergungsverbot

Angelika schreibt, dass sie getestet worden sind. Das Ergebnis kann bis zu 3 Tage dauern … wie war das gleich noch mit der 48 Stundenfrist?

Mich beschäftigt das alles sehr: steigende Zahlen, muss der Enkel wieder aus der Kita, weil andere feiern? Das Gefühl, anders als im Frühling, dass es willkürliches Chaos der Länder gibt und ich gar nicht mehr weiß, was eigentlich Sinn macht – ist aber auch nicht wirklich mein Job, oder? Vielleicht wissen die ja auch nicht, was Sinn macht. Ein wenig beruhigender Gedanke.

Während ich das schreibe, schaue ich auf den kleinen Hafen. Der Worpsweder Torfschiffer macht seinen Kahn klar – für die wenigen Touris, schon lange nicht mehr für den Torf. Mit Nele haben wir schon einen großen Spaziergang gemacht. Über uns ständig Wildgänse in Formationen, die sich sammeln. Die Landschaft erinnert Hans an Texel … ein Kompliment. Ich finde diese Weite bis zum Horizont, mit einem schönen Wolkenhimmel und einem kräftigen Wind sehr schön.

Morgen schauen wir uns Worpswede an und machen eine Fahrradtour.

Hans ergänzt:

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Herzapfelhof geht über den endlosen Apfelbaumreihen die Sonne auf. Die Fahrt nach Worpswede verläuft gut. An der Hamme stehen wir in der 1. Reihe mit Blick auf den kleinen Bootshafen. Eine erste Wanderung auf die andere Flußseite führt uns an der kleinen Sand- und Spielbucht des Campingplatzes vorbei: ein Schrank mit Sandspielzeug, das Kinder vergessen haben und wo sich nun jeder bedienen kann. Witzig.

Über uns ziehen immer wieder kleinere und größere Kranichschwärme hinweg – lautstark mit ihrem Krah-Krah. Manchmal treffen mehrere Schwärme auf einander, drehen Kreise, formieren sich neu und fliegen weiter. Immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel. in fast jedem Frühjahr und Herbst können wir das auch auf der Bauermannskulle erleben, denn dann ist über uns der Schwarmtreffpunkt bevor sie in Richtung Köln südwärts ziehen. Siehe auch http://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/kranich/02225.html

  1. Wieder mal ein schöner Reisebericht, auch wenn man in diesen Tagen auch kritische und beunruhigende Gedanken dabei hat. Ist leider…