15.09.2021 Bergerac

Rike schreibt: Gestern Abend kamen wir auf dem Campingplatz in Bergerac an. Am Fluss, viele alte, große Bäume. Ein bisschen usselig, aber: nur 20 Minuten zu Fuß von der Altstadt. Wir freuen uns auf ein leckeres Abendessen in der Stadt. Aber erstens kommt es anders als man zweitens denkt. Es zieht ein Gewitter auf und es regnet in Strömen. Der Platz steht schnell ziemlich unter Wasser. Unter unserem Womo bildet sich ein rasch wachsender See, meine Camping Schuhe und die Matte schwimmen schon ….

Ich merke, ich bin ein wenig Unwetter sensibilisiert … Ich befürchtet zwar nicht, dass die Dordogne uns wegspült, aber Womo von unten unter Wasser und das bei Gewitter finde ich auch nicht so ohne. Und es soll die ganze Nacht so weitergehen. Hans opfert sich und gräbt mit der Hundebefestigungssperre einen kleinen Graben. Das Wasser läuft danach leidlich Richtung Fluss ab.

Und nach 2 Stunden war es dann – entgegen aller Prognosen – vorbei mit dem Gewitter.

Am nächsten Morgen ist es trocken und verhaltener Sonnenschein. Das Womo sieht von außen wie auch von innen aus wie Sau. Vielleich haben erfahrene Womo Menschen einen Tipp, wie man es schafft bei Schlammschlacht draußen, das Womo innen nicht auch zu versauen. Aber egal: Denn wir können jetzt doch nach Bergerac und außerdem ist am Mittwoch Markt um die Kirche Notre Dame. Wir kaufen leckere Sachen und noch ein Geschenk ein und wundern uns wie groß Bergerac ist. Richtig nett!!! Der mit der Nase hat übrigens gleich mehrere Denkmäler und eigentlich gehört er gar nicht hier hin.

Hans ergänzt: Cyrano de Bergerac 1619-55 soll nicht einmal in dieser Stadt gewesen sein. Mehr auf Wiki

Vom Campingplatz führt am Flußufer ein Trampelpfad bis zur Brücke. Ein vom gestrigen Unwetter heruntergebrochener Ast, der Nele beim Morgenspaziergang in Aufregung versetzte, weil der gestern Nachmittag dort nicht gelegen hatte. Am Ende des Pfades, wo er auf die Straße mündet Blaulicht, Feuerwehr, Notärzte, Sanis. Jemand liegt auf der Straße und wird gerade reanimiert. Ich sage zu Rike: Komm weg hier, will ich nicht sehen. Sie lacht, denn sie hat mit dem geschulten Blick der Diakonie-Feuerwehr-Notfallseelsorgerin sofort erfaßt, daß es sich nur um eine Übung mit einer Puppe handelt. Keine Panik.

Am anderen Ufer bestaunen wir die sich im Wasser spiegelnden Brückenbögen.

Besonderheiten auf dem Markt:
eine mobile Fahrradwerkstatt mit reichlich Kunden. Toll.
ein Händler, der das Geld seiner Kunden mit einer riesigen Suppenkelle entgegennimmt. Lustig.
ein mobiles Café. Originell.