01.05.2019

Es ist immer wieder verwunderlich, daß in einem so reichen und dicht besiedelten Land wie Deutschland es nicht möglich ist, landesweit gute Internetanbindungen zur Verfügung zu stellen. Das war im dünnbesiedelten Schweden aber 100mal besser. Wir hatten jedenfalls die letzten 3 Tage im osnabrücker Land nur schwachstes E-Netz zur Verfügung, so daß ich mal wieder unsere letzte Reise von zu Hause aus nachtragen muß:

Heute Mittwoch, 1. Mai. Rike kann bis zum Wochenende freinehmen und wir packen das Womo und düsen ab. Die Wetter Apps meinen, an der Ems sei es noch am Besten, das Wetter. Zur Wahl standen noch Nordsee Holland oder die Eifel. Nun aber an die Ems.

Unser Ziel ist die Hase. Nie zuvor gehört. Die Hase ist ein Flüßchen nahe der Ems. Dort gibt es einen Rückhaltesee, den Alfsee. Hat mit dem bekannten Außerirdischen Alf nichts gemein. Rike hat dort einen Stellplatz ausfindig gemacht.

Den steuern wir an: Ein großer Schotterplatz mit blühendem Löwenzahn durchsetzt. Am Rand offenbar ein Dauergast mit seinem Womo. Sonst niemand – nur wir. Ein Sanitärhaus mit einer Handynummer, die wir anrufen. Es kommt noch ein 2. Womo und dabei bleibt es für die kommenden 2 Tage. Die anderen 13 Plätze, die übrigens sehr viel Platz bieten, bleiben frei. Die Verwalten, ein Ehepaar, sind nach 10 Minuten da. Sie leben in der Nachbarschaft. Wir mieten 2 Tage.

Wir holen die Fahrräder vom Womo runter und starten zum Alfsee, der nur ein paar Minuten entfernt ist. Von dort aus erkunden wir die Gegend und treffen auch auf die Hase. Der Rückweg führt uns zu einer Wasserskianlage, die sich auf einem weiteren kleineren See neben dem Alfsee befindet. Es ist der 1. Mai und der Bär ist los. Auf dem angrenzenden riesigen Campingplatz ebenfalls. Wir drehen eine Runde mit den Rädern und wissen: unser einsamer Stellplatz gefällt uns besser.

Wir sind zurück am Womo und realisieren, daß das angekündigte Restaurant auf dem Platz geschlossen ist und einen ziemlich verlassenen Eindruck macht, was uns die Verwalterin am nächsten Tag bestätigt. Eine Wiedereröffnung sei nicht in Sicht. Nun liegen im Sani-Häuschen einige Flyer aus, so auch von einem Grillhaus, an dem wir vorhin mit den Rädern vorbei gekommen sind. Was wir ja noch nie gemacht haben, ist, uns Essen zum Womo zu bestellen. Es kommt uns etwas merkwürdig vor, aber wir haben keine Lust zum Kochen, wo wir doch eigentlich essen gehen wollten. Also bestellen wir uns Pizzen, die auch prompt nach 20 Minuten geliefert werden. Der Stellplatz ist beim Pizzaservice bestens bekannt – wir sind also nicht die einzigen.